FRATZ Begegnungen

Festival und Symposium sind eingebettet in die FRATZ Begegnungen, ein mehrmonatiges Workshop-Programm mit zwölf Kita-Gruppen in sechs Berliner Bezirken. Die künstlerischen Begegnungen zwischen Kindern, Eltern, Erzieher*innen, Theaterpädagog*innen und Künstler*innen sind fester Bestandteil der Gesamtkonzeption von FRATZ und werden 2019 das dritte und letzte Mal in der Fördersäule 2 des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung gefördert.
Dem Konzept der FRATZ Begegnungen liegt die Überzeugung zugrunde, dass Theater außerordentlich gut geeignet ist, ein Bewusstsein für die eigenen Wirkmöglichkeiten zu entwickeln. Mit den Begegnungen werden Kunst-Räume geöffnet. Es sind Spiel- und Experimentierräume für Kinder und Erwachsene, in denen Handlungs- und Ausdrucksmöglichkeiten ausprobiert und auf Tauglichkeit getestet werden können. Neben dem ästhetischen Vergnügen kann das Kind in diesen geschützten Räumen Teilhabe erfahren.
Für die Kinder finden insgesamt sechs künstlerische Begegnungen statt. Höhepunkt des Programms ist der Besuch eines Gastspiels im Rahmen des Festivals in ihrem eigenen Kiez. Kurz zuvor lernen die Kinder bereits »ihre« Künstler*innen kennen, wenn diese sie in ihrer Kita besuchen und einen Workshop in Zusammenhang mit ihrer Inszenierung geben.

Die Kooperationskitas 2019 sind:

  • Kinder- und Schülerladen Tüte Mücken e.V. | Wedding
  • Kindertagesstätte »Die Senfkörner« | Marzahn-Hellersdorf
  • Kita des Nachbarschaftsheim Neukölln e.V. und Kita Pimpinella | Neukölln
  • Kita Sonnenschein | Lichtenberg
  • Kita Ackerstraße | Spandau
  • Kindergärten NordOst (Schlossparkspatzen) | Weißensee

Unsere Idee von FRATZ Begegnungen

  • Über den Kiezrand hinaus - hinein in Stadtteile mit einem geringeren kulturelleren Angebot.
  • Kunst und Kultur kann für alle Menschen von Bedeutung sein, egal welchen Alters und unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft.
  • Unser Verständnis von Theater bedeutet nicht nur Theater schauen, sondern auch Theater selber machen durch experimentieren, forschen und durch eine sinnliche Aneignung und Auseinandersetzung mit Welt.
  • Die Begegnungen mit internationalen Künstler*innen können Irritation und Austausch schaffen, welche im Idealfall fruchtbar und inspirierend sind.
  • Wir wollen ein gemeinsames vertiefendes ästhetisches Erlebnis (der Generationen) schaffen und damit neue Erfahrungen evozieren.
  • Die Pädagog*innen und Eltern sind wichtige Partner*innen und AnsprechpartnerÜinnen in unserem FRATZ Begegnungsprogramm, weil sie durch die Schaffung guter Rahmenbedingungen dazu beitragen können, dass die Kinder in einem ästhetischen Modus forschen dürfen. Außerdem sorgen sie für zwei wesentliche Voraussetzungen, die wichtig sind, damit frühkindliche kulturelle Bildung gelingen kann: Bindung und Resonanz.

Mobiles Atelier im Bezirk Köpenick

Die Ateliers im Rahmen von FRATZ verstehen wir als Experimentier-Räume, die an der Schnittstelle von Zuschauen und Mitmachen agieren. Die Künstler*innen geben Impulse, machen ein Angebot und laden die Kinder zunächst zum Zuschauen ein. Danach oder auch direkt in die Performance eingewebt, gibt es ausgeprägte partizipative Phasen, in denen die Kinder selber mit den verwendeten Materialien (Dingen und Ästhetiken) spielen und sich ausprobieren können.

Durch diese Verbindung von Zuschauen und Aktivität eigenen sich die Ateliers besonders gut, um Kontakte zu neuen Kitas herzustellen und das Interesse an der Teilnahme an intensiveren Programmen, wie unseren FRATZ Begegnungen oder anderen Angeboten wie TUKI oder TUKI ForscherTheater zu wecken.
Die Erzieher*innen erhalten die Möglichkeit, ihre Kinder zu beobachten und bestenfalls das Potenzial von Theater für diese zu sehen. Ein Erzieher sagte nach dem Besuch des Klang Labors: »Im Grunde müsste so etwas einmal in der Woche in der Kita stattfinden.«
Treptow-Köpenick ist ein Bezirk, der bisher nicht Teil des FRATZ Begegnungsprogramms war.