Sonntag, 5. Mai, 18:00 Uhr
Podewil (Mitte)

Filmpräsentation

Der Dokumentarfilm »Système K« des französischen Regisseurs Renaud Barret porträtiert Tsimba zusammen mit anderen Künstler*innen, die Teil einer vitalen und leidenschaftlichen Subkultur in Kinshasa sind und die Stadt als ihre Bühne begreifen, wo sie mit ihren Körpern und recycelten Materialien eindringliche politische Kunst abseits der Weltöffentlichkeit kreieren.
»Système K« feierte auf der diesjährigen Berlinale im Februar seine Weltpremiere.

Freddy Tsimba, einer der porträtierten Künstler*innen, ist zu FRATZ eingeladen und wird mit uns über seine Arbeit sprechen. Er wird außerdem an der Podiumsdiskussion zum Thema »Habt ihr an die Kinder gedacht?« am Montagabend um 17:30 Uhr im Podewil teilnehmen.

www.le-pacte.com/international/new-films/single/system-k/

Freddy Tsimba (Kinshasa/Kongo, geb. 1967) ist bildender Künstler. Er lebt und arbeitet in seiner Heimatstadt Kinshasa. Durch zahlreiche Ausstellungen in Afrika, Europa, Kanada und China wurde er weltweit bekannt.
Dem Krieg eine Botschaft von Erinnerung und Frieden entgegenzusetzen ist Tsimbas Antrieb, wenn er zehntausende alte Patronenhülsen zu überdimensionalen Körpersilhouetten verschweißt.

»Meine eigentliche Schule, auch wenn ich in Kinshasa Bildende Kunst studiert habe, ist die Straße. Sie bringt mir viele Materialien [...] und wenn ich in mein Atelier gehe, »meinen humanitären Korridor« («mon couloir humanitaire»), wie ich es nenne, spucke ich alles aus, was mir die Straße gegeben hat, um durch das zu sehen, was ich berühre – Draht, Blech usw. Um jenen Menschen zu gedenken, die überall Opfer der Ungerechtigkeiten anderer Menschen und von Missverständnissen sind. Künstler zu sein ist eine Besessenheit.«

Tsimba ist eingeladen, auf dem FRATZ Symposium über seine Arbeit zu sprechen und mit uns über Postkolonialismus und künstlerische Freiheit, sowie Beweggründe und Wirkung künstlerischen Schaffens zu diskutieren.
www.freddytsimba.com