06.12.2015 | Fratz Festival, Berliner Schaufenster |

Zweieinander


Musiktheater ab 3 Jahren |

Staatstheater Mainz und Ensemble LebiDerya (Deutschland)

Am Anfang gibt es einen Kreis und zwei Freunde. Der eine spielt Trompete, der andere Tombak. Der eine braucht Lippen und Atem zum Spielen. Der andere braucht Hände und Finger. Zusammen spielen die beiden und denken sich eine gemeinsame Musik aus. Aber nicht nur mit dem eigenen Instrument: Alles kann zu Klängen werden und mit allem kann man spielen. Denn Atmen, Blasen, Schnipsen, Klatschen und mit den Handflächen schlagen geht auch auf dem Boden, am Körper oder in der Luft.

Auf einmal gibt es eine Linie, die den Kreis in zwei Seiten teilt. Und plötzlich stellt sich die Frage: Gibt es nun zwei Hälften? Manchmal ist es dann nicht mehr so einfach, zusammen zu spielen. Denn jeder hat seine eigenen Ideen und auch seine ganz eigene Musik. Und es gibt verschiedene Arten zusammen zu musizieren: nebeneinander, miteinander, zusammen und allein – zweieinander eben.

Die Musiker Johannes Stange und Joss Turnbull erfanden durch sich weiterentwickelnde Improvisation während der Proben die Musik für dieses instrumentale Theater. Daraus entstand eine Komposition für Trompete, Tombak, Hände, Füße und Lkw-Plane.

Das Staatstheater Mainz ist seit 2014 ein wichtiger Akteur in der Weiterentwicklung des Musiktheaters für junges Publikum und setzt mit Urauführungen und neuen Formaten Akzente. Das Ensemble LebiDerya kreiert einen ganz eigenen Oriental Jazz mit kammermusikalischen und folkloristischen Einfluüssen aus dem Abend- und dem Morgenland. Mit »Zweieinander« begeben sich die Musiker erstmals auf die musiktheatrale Bühne für Kinder.

Uraufführung: 6. Dezember 2015, Mainz (Deutschland)

Es spielen: Johannes Stange (Trompete), Joss Turnbull (Tombak)
Inszenierung: Anselm Dalferth
Bühne, Kostüme: Birgit Kellner
Dramaturgie: Ina Karr
Theaterpädagogik: Katrin Maiwald

Dauer: 45 Minuten

Gefördert vom Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes