Wann: Mittwoch, 14. Oktober, 11:00 – 13:00 Uhr
Wo: Konferenzraum blu:bloks (Lichtenberg)

Symposium: Theater für die Jüngsten global denken – Einblicke aus Indien und anderen Ländern

mit Ruchira Das (ThinkArts, Indien), Joshua Alabi (Kininso, Nigeria) und anderen

Diese Veranstaltung ist hybrid und kann auch digital besucht werden

Zu Beginn der Veranstaltung gibt Ruchira Das, Gründerin und Leiterin von ThinkArts, einen Überblick über die Entwicklung der Performing Arts für die Jüngsten in Indien. ThinkArts ist eine Kunst-Organisation, die in verschiedenen Städten Indiens qualitativ hochwertige Kunstprojekte und -erlebnisse für Kinder und junges Publikum schafft, kuratiert und ermöglicht. FRATZ und ThinkArts arbeiteten bereits im Jahr 2024 im Rahmen der FRATZ Research Labs zusammen und bauten eine vielschichtige Kooperation auf, die eine Gastproduktion sowie die Konzeption verschiedener Symposiumsveranstaltungen umfasste. Die diesjährigen Gastproduktionen „Neer“ und „Build“ sind aus den Forschungslaboren dieser Kooperation hervorgegangen. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um diese und andere internationale Kooperationen zu beleuchten. Wie können sie lokalen Künstler:innen helfen, ihr Vokabular (in beide Richtungen) zu erweitern und gleichzeitig eine Verbindung zu lokalen Realitäten und Kindheitserfahrungen herzustellen? In einem Artikel reflektiert Nishna Mehta über die ThinkArts-FRATZ-Kooperation. Er kann hier eingesehen und heruntergeladen werden.

Dabei interessiert uns auch, wie Theater für die Jüngsten zu kultureller Teilhabe, Empathie und sozialer Verbundenheit von Kindern beitragen kann – und wie internationale Kooperationen dazu beitragen können, Kinder nicht nur als Publikum, sondern als aktiv Mitgestaltende in künstlerische und letztlich auch demokratische Prozesse einzubinden.

Joshua Alabi, Gründer und Geschäftsführer von Kininso Koncepts, sowie die Kompanie selbst haben während mehrerer Festivaleditionen und -initiativen mit FRATZ INTERNATIONAL zusammengearbeitet. Diese Zusammenarbeit begann im Jahr 2017 mit einer Einladung an die Kompanie, im Rahmen einer Deutschlandtournee durch mehrere Städte, einen Gastauftritt zu präsentieren, der jedoch leider aufgrund abgelehnter Visumsanträge für das Ensemble nicht stattfinden konnte. Im Jahr 2019 wurde Joshua zu einem FRATZ Symposium eingeladen, wo er mit den internationalen Delegierten von FRATZ eine Diskussion zum Thema Theatre Without Borders moderierte. Im Jahr 2020 nahmen er und Kininso Koncepts an einem digitalen Forschungslabor teil, das sich mit der Schnittstelle von Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit befasste, wobei der Schwerpunkt der Forschung auf dem Projekt Skin Tone lag. Aus dieser Forschung gingen anschließend drei neue Stücke hervor, von denen eines, Kolofu, später zum FRATZ-Festival 2022 eingeladen wurde.