Fotos ©Kamerich & Budwilowitz
Zur Arbeitsweise im (körperlichen) Mime
geleitet von Simone de Jong (Regie) und Toon Kuijpers (Performer) von „Shelter (Jaszak)“
Wann: Montag, 12. Oktober, 12:15 - 15:15 Uhr
Wo: Probebühne Theater Strahl (Schöneberg)
In diesem dreistündigen Workshop erforschen wir praktisch einige Prinzipien des modernen Mime, bezogen auf die Praxis unserer Gruppe.
Mime beginnt mit einer Person im Raum, und dann kann alles passieren. Es beginnt nicht bei der Psychologie, wie im klassischen Theater, sondern wir gehen immer vom Körper aus, von Handlungen, von Musik – ein Objekt kann hinzukommen. Daraus entsteht dann eine Figur.
'Ich glaube, im Theater geht es vor allem um Energie, Musikalität und Poesie. All das kann im Körper wohnen, sich durch ihn mitteilen. Man ist immer auf der Suche nach diesem seltsamen Moment, in dem wir vergessen, dass die Zeit überhaupt existiert – und genau darum geht es bei dieser unbenennbaren Energie.' (Simone de Jong)
Dieser Workshop richtet sich an professionelle Performer:innen, Tänzer:innen und Schauspieler:innen, die daran interessiert sind, ihr methodisches Repertoire und ihre künstlerische Herangehensweise für die Bühne zu erweitern. Interessierte Menschen aus verwandten künstlerischen Berufen sind ebenfalls herzlich willkommen, sofern sie offen dafür sind, sich auf praktische 'hands-on' Übungen einzulassen.
Simone de Jong begann im Theater für Erwachsene als Performerin in Mime und Musiktheater. Sie arbeitete bei Orkater und in ihrer eigenen Kompanie Het Hoofd. 2025 fand sie ihr Glück als Regisseurin im Kindertheater beim Projekt und Festival 2turvenhoog. Sie arbeitet meist mit Künstler:innen, die an der 'Mime-School – Academy of Theatre and Dance' / Amsterdam University of the Arts studiert haben, 'weil sie so viel Poesie in sich tragen'. Simone ist außerdem Autorin, u.a. von Libretti und zwei Kinderromanen.
Toon Kuijpers arbeitete mit mehreren Theatergruppen, vor allem im Bereich Mime, mit Schweigman&, Schippers & Van Gucht, Studio Figur und seiner eigenen Gruppe WAK. Er und Simone arbeiten seit 2015 eng zusammen – bei „Hermit“, „Timtim“, „Shelter“ und demnächst bei „Not Crazy“. Er ist sehr bodenständig, doch in seinem Körper lebt Poesie.
Es wird empfohlen, sich vor dem Workshop eine Vorstellung von „Shelter (Jaszak)“ anzusehen, da wir sie als Ausgangspunkt nutzen werden und außerdem Raum geben möchten, um mehr über den künstlerischen Prozess des Teams und dessen Erfahrungen mit der Aufführung zu erfahren. Wie wird das Stück von unterschiedlichem Publikum aufgenommen? Wie ist das Team an das Thema Obdachlosigkeit für ein sehr junges Publikum herangegangen? Es ist jedoch keine Voraussetzung, die Aufführung gesehen zu haben, um teilzunehmen.